DRACULA - Das Grusical

Von Claus Martin und der Canisiusschule Ahaus

Ein jedes Jahr wiederkehrendes Projekt liebe ich ganz besonders.
Die Canisiusschule Ahaus (www.canisiusschule-ahaus.de) stellt jedes Jahr ein intensiv eingeübtes Musical auf die Beine. Ich bin sogar persönlich “betroffen”, da meine eigene Mutter die Regisseurin ist und tatkräftig ein ganzes Jahr, mit knapp 60 Schülerinnen und Schülern, jedes Wochenende (und in den Ferien) übt, einstudiert und probt.

Vor etwa 10 Jahren wurde das Musical DRACULA schon einmal aufgeführt und wird nun im Jahr 2016 erneut auf die Bühne gebracht.

Damals wurde das Stück so beschrieben:

Merkwürdiges geschieht in dem kleinen Ort Huntington in England, wo aus kreuzbraven, tief puritanischen Frauen plötzlich liebestolle Erotomaninnen werden. Warum sind außerdem plötzlich alle so lichtscheu und fliehen vor dem Kreuz? Nun, die Zuschauer, die an den vergangenen drei Tagen eine der vier Aufführungen des Musicals „Dracula. Das Grusical“ in der Ahauser Stadthalle gesehen haben, wissen es: Graf Dracula ist nach Huntington gezogen und treibt hier sein Unwesen. In einem ebenso schaurigen wie humorvollen Remake wird die alte Geschichte dieses Mal in einer Musicalversion erzählt, angereichert mit vielen ironischen Brechungen, unterhaltsamen Aperçus und Elementen des Slapsticks und der Komödie.

Der Komponist Claus Martin bedient sich dabei im Stile eines postmodernen Eklektikers souverän zentraler musikalischer Vokabeln der Musikgeschichte und -kultur: Da findet sich der Big-Band-Sound neben Sakralem, Filmmusikzitate neben mehrstimmigem Chorgesang, Symphonisches und Operette neben der Pop-Ballade und dem Marsch. Es ist also ein anspruchsvolles und facettenreiches Werk, das sich die Musical-AG der Canisiusschule vorgenommen hat, und man muss vorab konstatieren: Es war eine Meisterleistung aller Beteiligten und die Aufführung muss nicht einmal den Vergleich mit professionellen Musiktheaterinszenierungen scheuen.

Dies ist zum einen natürlich der Arbeit der Leiterinnen zu verdanken. Ursula van der Linde-Banken (Musik/Gesang), Inge Walters (Regie) und Corinna Gottschalk (Choreografie) haben mit großem Können und leidenschaftlichem Engagement ihre Darsteller zu tänzerischen, schauspielerischen und sängerischen Leistungen anspornen können, die man kaum für möglich halten möchte, denn schließlich handelt es sich ja immer noch um Schüler. In den Hauptrollen konnten Steffen Keul als Dracula, Christina Niehues, Katharina Oelerich und Sabrina Bagus als Schwesternschülerinnen, Sebastian Frye als Dr. van Helsing, Theresa Banken, Anna Schulten, Katharina Walters und Franziska Werschmann als Vampirbräute, Dominik Terweh als Jonathan, Theresa Groten als Mrs. Hawkins, Markus Schabbing als Dr. Stewart, Tabea Braun als Mrs. Ascot und Constantin Braun als Renfield allesamt begeistern und ihr großes stimmliches bzw. schauspielerisches Potenzial scheinbar ohne Lampenfieber abrufen. Gekonnt präsentiert wurde da Frivoles und Skurriles, Habgier und trockener Bürokratismus, zärtliche Liebesszenen und Gruselmomente, lüsterne Begierde und gutmütige Tapsigkeit – das pralle Leben der „untoten“ Vampire und der Menschen eben.

Auch die anderen Rollen waren allesamt vorzüglich besetzt und müssten hier – wenn es denn den Raum dafür gäbe – ebenso genannt werden wie die vielen Helfer aus der Elternschaft und dem Lehrerkollegium. Was wäre eine solche Aufführung ohne die schönen Kostüme, das tolle Bühnenbild (Bernhard Walters), die professionelle Maske (Regina Wiggers) und und und…!

Man entließ ein völlig überwältigtes, frenetisch Applaus spendendes Publikum in die dunkle Nacht …

Ihr seht, es ist nicht einfach eine Amateur-Aufführung, die in ein paar Schulnachmittagen eingeübt wurde. Professionell Gesänge, grandiose Musik, tolle Lichttechnik und ein kreatives Bühnenbild sind Voraussetzung und bringen jählich über 1000 Zuschauer zu Staunen.

Selbstverständlich unterstütze ich diese kreative Arbeit so gut ich kann und stelle jedes Jahr das Design für alle nötigen Printprodukte, wie Plakate, Flyer und Eintrittskarten kostenfrei zur Verfügung.

Hier seht ihr meine diesjährigen Arbeiten.